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Durch die intensiv-reflexive Beschäftigung mit einem der ältesten Werke der Kinderliteratur – dem 1846 von Heinrich Hoffmann gedichteten und illustrierten „Struwwelpeter“ – entstand eine neue, vielschichtige Sendereihe der Radiobande Loquaiplatz.
Die SchülerInnen transportieren die Thematik der einzelnen Struwwelpetergeschichten in die Gegenwart und in ihre persönliche Erfahrungswelt.
Ausgehend von der „Geschichte vom bösen Friedrich“ gehen SchülerInnen in einer Deutschstunde der Medienhauptschule Loquaiplatz in Wien mit ihrem Lehrer Helmut Hostnig der Frage nach, welche Geschichte sich wohl hinter der Gewaltbereitschaft von Friedrich – das heißt Jugendlichen – verbirgt.
Das in der Sendung umgesetzte Thema befasst sich mit der Entstehungsgeschichte von Struwwelpeter, seinen Texten und Interpretationen, geht jedoch darüber hinaus in den heutigen Alltag der Jugendlichen. Aufbauend auf das berühmte deutsche Kinderbuch von Heinrich Hoffmann, stellen die SchülerInnen gemeinsam mit ihrem Lehrer einen Zusammenhang mit ihren persönlichen Konfliktsituationen in den Familien, aktuellen Alltagsaggressionen und Gewaltbereitschaft von Jugendlichen her.
Am Ende der Sendung gelangen die RadiomacherInnen in der Selbstreflexion zur Erkenntnis, dass sie sich im Sport abreagieren und sinnvoll austoben können. Auf beeindruckende und einfühlsame Weise beschreiben die SchülerInnen der Hauptschule Loquaiplatz zutiefst persönliche Geheimnisse und diskutieren offen über das Thema „versteckte Wut".
Kreativ, innovativ und informativ gestaltetes Tabuthema, aus dem der/die ZuhörerIn viel erfahren kann. (Melanie Hovorka)