Mikrofone

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Ein gutes Mikrofon ist für die Klangqualität mindestens genau so wichtig wie ein gutes Aufnahmegerät. Denn der Rekorder kann die Qualität des aufgenommenen Tonmaterials nur beibehalten oder verschlechtern – aber nicht verbessern.

Kugelmikrofone

Diese Mikrofone nehmen Schall aus allen Richtungen auf und eignen sich deswegen besonders für die Aufzeichnung von >>Atmos. Für Interviews sind Kugelmikrofone weniger praktisch, da sie nicht nur die Antworten der GesprächspartnerInnen aufnehmen, sondern auch entfernte >>Störgeräusche.

Kugelmikrofon

Nierenmikrofone

Ein Nierenmikrofon nimmt Töne auf, die „von vorne“ kommen. Was sich hinten oder seitlich akustisch abspielt, wird nur schwach registriert. Das Nierenmikrofon eignet sich für Interviews. Die InterviewpartnerInnen sollten jedoch frontal ins Mikrofon sprechen.

Vorteil: Nierenmikrofone eignen sich sowohl für Sprachaufnahme als auch für das Aufzeichnen von >>Atmos und >>Geräuschen.

Nierenmikrofon

Tipp: Eine ganz leichte seitliche Position des Mikros beim Interview verhindert „Zisch-Geräusche“, die oft beim Aussprechen von Buchstaben wie „s“ oder „sch“ entstehen.

Richtmikrofone

Richtmikrofone müssen – wie schon der Name andeutet – direkt auf die Schallquelle gerichtet werden. Sie nehmen dann fast ausschließlich den Klang dieser Schallquelle auf. Richtmikrofone empfehlen sich für Interviews, bei denen eine Geräuschkulisse nicht erwünscht ist. Sie werden zum Beispiel von Sport-ReporterInnen, in Discos und anderen lauten Umgebungen eingesetzt.

Richtmikrofon

9 Tipps

1) Der Abstand des Mikrofons zur sprechenden Person sollte zwischen 10 und 25 cm betragen.

2) Haltet das Mikrofon während der Aufnahme in der Hand. So könnt ihr auf Veränderungen rasch reagieren, zum Beispiel, wenn der/die GesprächspartnerIn plötzlich lauter spricht.

Ein Mikrofon-Stativ, das auf dem Tisch steht, überträgt alle Geräusche von der Tischplatte auf das Mikrofon. Das heißt: Wenn jemand gegen den Tisch stößt oder mit dem Stift auf die Platte trommelt, ist das auf der Aufnahme zu hören.

3) Nehmt während der Aufnahme unbedingt eine bequeme Sitzposition ein. Wenn ihr das Mikrofon in der Hand haltet, stützt euren Ellbogen ab, denn das Mikrofon wird mit der Zeit schwerer als ihr denkt. 

4) Haltet das Mikrofon möglichst ruhig. Bewegungen des Mikrofonkabels hört man auf der Aufnahme.

5) Vorsicht: Tragt während der Aufnahme keine Ringe auf der Hand, mit der ihr das Mikro haltet. Das Reibgeräusch von Metall auf dem Mikrofon klingt fürchterlich.

6) Positioniert das Aufnahmegerät nicht direkt neben dem Mikrofon. Es kann passieren, dass der Rekorder während der Aufnahme Speicher- und Verarbeitungsgeräusche von sich gibt.

7) Im Idealfall führt eine Person das Interview, der/die andere konzentriert sich ganz auf die Aufnahme, hält das Mikro und kontrolliert die >>Lautstärke.

8) Setzt während der Aufnahme unbedingt Kopfhörer auf! Nur so könnt ihr kontrollieren, wie die Aufnahme wirklich klingt und ob es eventuell >>Störgeräusche gibt. „Ohrstöpsel“-Kopfhörer eignen sich dafür nicht, verwendet nach Möglichkeit große Kopfhörer.

9) Bei Außenaufnahmen befestigt einen so genannten Windschutz auf dem Mikrofon. So verhindert ihr störendes Rauschen. Habt ihr keinen Windschutz dabei, könnt ihr euch notfalls auch mit einem Handschuh oder Babysocken behelfen.

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