Lächle beim Sprechen – das hört man, auch wenn man dich im Radio nicht sieht! Die Stimme klingt dadurch freundlicher und offener. Wenn du jedoch eine Todesanzeige vorliest, ist es eher nicht angebracht, dabei zu lächeln.
Du stärkst den Klang deiner Stimme, indem du beim Sprechen aufrecht sitzt. Berühre mit beiden Füßen den Boden, nimm eine stabile Haltung ein, lehne dich nicht an. Viele SprecherInnen bevorzugen es, beim Sprechen sogar zu stehen, weil sie so eine stärkere >>Atemstütze aufbauen können.
Monoton vorgetragene Texte sind langweilig. Selbst wenn du einen Text vorliest und nicht frei sprichst, sollen die ZuhörerInnen das Gefühl haben, dass du ihn auswendig kannst.
Betone wichtige Wörter. Unterstreiche sie im Text, das hilft. Gehe am Ende des Satzes mit deiner Stimme hinunter. Sprich nicht jeden Satz mit der gleichen Melodik. Sprich einen Teil schneller und einen anderen langsamer, je nachdem wie es zum Inhalt passt. Egal ob du die biografischen Daten eines berühmten Schriftstellers vorträgst oder die besonderen Merkmale von westindischen Sambar-Hirschen: Stell dir vor, du erzählst eine Geschichte.
„Das Schönste in der Musik sind die Pausen“, soll der Komponist Johannes Brahms gesagt haben. Das gilt auch für die Sprache. Durch die Pause verleihst du deinen Worten erst die Wirkung, die sie verdienen. Markiere dir im Text die Stellen, an denen du Pausen machen möchtest, so vergisst du sie nicht.
Durch die Pausen erleichterst du das Zuhören und reduzierst auch automatisch dein Sprechtempo, weil du immer wieder bremsen musst.
Einen Artikel auf verschiedene Arten zu sprechen – und wie sie wirken – findest du hier: >>„Der Ton macht die Person“