Den genauen Regeln, wann ein „a“, ein „r“ oder ein „s“ auf welche Art und Weise artikuliert werden müssen, widmen sich Fachbücher (>>Buchtipp) mit aller Liebe zum Detail. Hier soll es daher um allgemeine Tipps gehen, wie man sich dabei helfen kann, deutlicher zu sprechen – und damit besser verstanden zu werden.
Wenn du einen Satz bereits zehn Mal gesagt hast und dich dabei bereits zehn Mal versprochen hast: Mach eine Pause und versuche es mit einem Zungenbrecher deiner Wahl. Dann wage dich wieder an den Text. Du wirst wahre Wunder erleben … Die Zungenbrecher-Übung eignet sich auch gut zur Einstimmung.
„Der Potsdamer Postkutscher putzt den Cottbusser Postkutschkasten, und der Cottbusser Postkutscher putzt den Potsdamer Postkutschkasten.“
„Kleine Klapperschlangen klappern klangvoll bis auch die kräftigen Klapperschlangen klappern, dann klappern kräftige Klapperschlangen mit kleinen Klapperschlangen in vollem Klang.“
„Der dicke Diener trägt die dicke Dame durch den dicken Dreck. Da dankte die dicke Dame dem dicken Diener, dass der dicke Diener die dicke Dame durch den dicken Dreck getragen hat.“
SchauspielerInnen und Profi-SprecherInnen trainieren oft mit einem Flaschen-Korken zwischen den Zähnen. Die Artikulation wird damit zur Herausforderung. Lies einen Text zuerst mit Korken und dann ohne. Du wirst plötzlich viel deutlicher sprechen als sonst.
Gehörst du zu denjenigen, die gar nicht schnell genug sprechen können? Dann überliste dich: Lies einen Text so langsam wie möglich, artikuliere jeden einzelnen Buchstaben. Diese Erfahrung wird neu für dich sein – und danach wird es dir leichter fallen, den gleichen Text in einem für die ZuhörerInnen angenehmen Tempo zu lesen.
Artikuliere die Vokale „a“, „e“, „i“, „o“, „u“. Öffne deinen Mund dabei jeweils so weit wie möglich, sodass du Grimassen schneidest. Dadurch trainierst du die Kiefermuskulatur, die du für eine deutliche Aussprache benötigst.